Safer Internet Tag 2021

Corona hat auch unsere Internetnutzung stark beeinflusst

2020 hat uns nicht nur gezeigt wo unser Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt, sondern auch wie sehr unser Leben bereits mit dem Internet verwoben ist. Home-Office, Home-Schooling und Fernunterricht sind Alltag geworden und auch viele Informationen zur Pandemie wurden via Internet bezogen.

Der Safer Internet Day erinnert uns, dass ein sicherer Umgang mit dem Internet, wichtig ist.

Das bedeutet nicht nur zu wissen, wie ich mich vor unerwünschte Webseiten, Emails, Viren und Hackern schütze oder wie ich Informationsquellen korrekt beurteile, sondern auch, wie ich eine Balance zw. Internet und dem Leben Off-Keyboard behalten.

Home-Office: ein Segen oder ein Fluch?

Eine Befragung von 2.000 ArbeitnehmerInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergab,

  • 64 % klagten über körperliche Gesundheitsprobleme in Folge des Home-Office (Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen)
  • psychische Belastung durch Job-Unsicherheit, Multi-Tasking durch Kinderbetreuung und Lernunterstützung und die Auflösung der Grenze zw. Arbeit und Privatleben, sodass sich Arbeitszeiten in die Abendstunden und ins Wochenende verschieben können.

Eine andere Befragung von 7.000 deutschen Erwerbstätigen ergab folgendes Ergebnis:

  • 65% fühlten sich zu Hause durch die freie Zeiteinteilung weniger gestresst
  • 77% betrachten die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, vor allem bei Familien mit Kindern unter 12-Jahren, als großer Vorteil

Die Zufriedenheit mit Home-Office hängt wahrscheinlich von vielen Faktoren ab:

  • Wie ist meine Ausstattung? (guter PC/Notebook, guter Internetanschluss)
  • Habe ich ein Arbeitszimmer oder einen dezidierten Arbeitsplatz?
  • Muss ich meine regulären Arbeitszeiten einhalten oder darf ich mir diese frei einteilen?
  • Kann ich ungestört arbeiten oder werde ich alle 10 Minuten aus meinem Arbeitsfluss gerissen?
  • Wie ist der „digitale“ Führungsstil meines/r Vorgesetzte/n?
  • Bin ich jemand der die Gesellschaft anderer bevorzugt?
  • Bin ich gut in der Selbstorganisation meiner Aufgaben?

Einigigkeit besteht darüber, dass nur Home-Office auf die Dauer nicht gesund ist.

Menschen brauchen den Kontakt zu anderen. Manche mehr, manche weniger. Aber wir alle brauchen ihn.

Und wie sieht es bei den Kindern aus?

Die Pädagogik empfiehlt Kinder nur langsam an das digitale Leben heranzuführen. Nur einige wenige Stunden pro Tag und unter Aufsicht und Begleitung eines Erwachsenen.

Aber was, wenn Bildschirmzeit durch Fernunterricht ein Muss ist? Oder eine willkommene Methode, um während des Zoom-Meetings mit dem Chef kurz für Ruhe zu sorgen?

Eine Studie ergab, dass durch Corona der Konsum von Videospielen um 75% und die Social Media Nutzung von 13-16-Jährigen um 66% gegenüber 2019 anstieg.

Fernunterricht wirkt sich für 10 – 19-Jährige nicht so schlecht aus, wie oftmals befürchtet. Vorläufigen Ergebnisse einer Studie von 11 118 SchülerInnen der Universität Wien stellte folgendes fest:

  • ein Großteil der Kinder und Jugendlicher schätze ihr Wohlbefinden als sehr gut bis gut ein
  • Voraussetzung für ein gutes Wohlbefinden war, dass Schulaufgaben gut gemeistert wurden, sie sich selbst gut organisieren konnten und gute Kontakte zu wichtigen Personen bestehen
  • 61% der SchülerInnen geben an, dass ihre sozialen Kontakte gleichgeblieben sind oder sich verbessert haben
  • 57% jedoch vermissen die Schule und den persönlichen Kontakt zu den KlassenkameradInnen und LehrerInnen .

Wichtig ist es auf die Mediennutzung in der Freizeit zu achten, da diese negative gesundheitliche Folgen haben kann, wie Haltungsschäden, Übergewicht durch mangelnde Bewegung, geringeres Selbstbewusstsein und Sozialverhalten Ihres Kindes.

Daher ist es sehr wichtig, dass Eltern gerade  während des LOCK- DOWNS eine gute Online-Offline-Balance vorleben,

Weiterführende Informationen zum Thema Medienbildung und -erziehung finden Sie hier:

Saferinternet.at:

Broschüren des Kinderhilfswerk

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